Wie der Frosch zum Neckar kam (Bericht zum Anbaden in Heidelberg, 25.02.2018)

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Es gibt Dinge, die schaffen es irgendwann einmal in den eigenen Hausstand. Und dann bleiben sie da. Und bleiben. Und bleiben. Bei Umzügen werden sie mitgeschleppt – begleitet von ungläubigen Kommentaren der Umzugshelfer („Was zum Teufel? Warum…?“). Immer wieder werden sie verräumt, möglichst außer Sichtweite. Weil man sie eigentlich so überhaupt nicht braucht. Warum also das Ganze?

Wegen der kleinen Stimme im Kopf, die sagt: „IRGENDWANN ist die Zeit für dieses Dings gekommen.“ Meistens stimmt das nicht. Umso schöner und erfreulicher, wenn es einmal doch so ist!

In diesem Fall sprechen wir von der grünen Frosch-Duschhaube. Ich habe keine Ahnung, wie sie in meinen Besitz kam. Dennoch konnte ich mich in den letzten 5 10 Jahren nicht davon trennen. Man weiß ja nie. Vielleicht wird irgendwann ein Prinz draus.

Als mich vor ein paar Wochen die liebe Heike Furch nach Accessoires für das “Paddeln zum Anbaden” im Neckar fragte, musste ich nicht lange überlegen. Und so hüpfte der Frosch aus der Umzugskiste (ihr wisst schon: die im Keller – da wo die ganz wichtigen Sachen lagern). Das Ergebnis seht ihr hier: Eine strahlende Heike und ein freudetrunkener Frosch!

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© Sabine Arndt
So, jetzt beginnt der seriösere Teil des Artikels ;-):

Nachdem das Konzept im letzten Jahr gut angekommen war, fand am Sonntag am Iqbalufer in Heidelberg das zweite offizielle “Anbaden” statt. Die Veranstaltung ist schnell erklärt: Bei strahlendem Sonnenschein aber eisigen Temperaturen hieß es für 63 Schwimmer: „Hopp in den Neckar!“

Initiiert und organisiert wurde das Anbaden vom Verein NeckarOrte e. V., der auch für das wärmende Begleitprogramm verantwortlich war: Zum Auftakt brachte Yogatrainerin Daria Habermann den Kreislauf der Teilnehmer in Schwung. Die Mamas & Papas sorgten mit einem Ständchen für den richtigen Groove. (-> PREMIERE: Neues Programm der Mamas & Papas am 3. März! Infos hier.)

© Sabine Arndt

Dann wurde es für die Schwimmer ernst. Unter den Augen der DLRG ging es einmal in den Neckar, eine Runde schwimmen und wieder raus. Bejubelt wurden die Mutigen von hunderten Zuschauern am Neckarufer. Suppe, Punsch, Kuchen und eine kleine Fasssauna kamen danach gerade recht und wurden begeistert angenommen.

„Alle hatten einen Heidenspaß. Wir schätzen, dass insgesamt ca. 500 Leute da waren“, sagt Sabine Arndt vom Verein NeckarOrte. „Besonders gefreut hat uns, dass das Begleitprogramm so gut ankam. Die Besucher waren teilweise noch Stunden nach dem eigentlichen Anbaden auf dem Gelände – bei Minusgraden ist das keine Selbstverständlichkeit.“

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© Sabine Arndt
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© Sabine Arndt
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© Sabine Arndt

Schief ging an diesem Tag für die Veranstalter rein gar nichts. „Polizei und Rettungskräfte hatten nichts zu tun“, freut sich Sabine Arndt und ergänzt: „Sogar die Suppe hat gereicht!“ Wenn auch nur gerade so.

Jubelnde Zuschauer, bibbernde stolze Schwimmer und glückliche Veranstalter. Was will man mehr?

NeckarOrte richtet seit 2016 regelmäßig Aktionen am Neckar aus. Ziel des Vereins ist es, große und kleine Orte mit Potential am Fluss aufzuwerten, neu zu gestalten und zu verbinden. „Wir wollen die Leute wieder an den Fluss zu bringen”, erklärt Sabine Arndt. “Das Neckarufer soll als Lebensraum wahrgenommen werden.”

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© Sabine Arndt

Leider konnte ich in diesem Jahr nicht selbst vor Ort sein. Aber auch 2019 soll es wieder ein Anbaden im Neckar geben.

Deshalb verspreche ich an dieser Stelle: Ich bin dabei und – ich geh ins Wasser!


Wart ihr schon mal beim Anbaden im Neckar? Ich freue mich über eure Kommentare!

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6 Comments
    1. Antwort vom Veranstalter: Die Steintreppe ist immer da, das Gerüst war eine Leihgabe. Also nichts wie rein! (Vielleicht aber doch noch ein paar Wochen warten ;-)) Viele Grüße!

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